Die Zuckerwurzel, botanisch Sium sisarum, ist eine traditionsreiche, heute wiederentdeckte Gemüsepflanze mit besonderem Charme für Nutz- und Bauerngärten. Ihre büscheligen, süsslich schmeckenden Speicherwurzeln machen sie zu einer seltenen Delikatesse unter den historischen Wurzelgemüsen. Mit ihrem lockeren, natürlichen Habitus und den feinen weissen Doldenblüten verbindet sie dekorativen Wert mit praktischem Nutzen. Als mehrjährige Art bereichert sie den Garten über viele Jahre und überzeugt zugleich durch ihre gute Winterhärte. Besonders reizvoll ist ihre Verbindung aus ursprünglicher Kulturpflanze, zarter Blütenwirkung und vielseitiger Küchennutzung.
Blüte
Die Blüten erscheinen in feinen, weissen Dolden und wirken leicht und natürlich. Sie sind eher zart als auffällig und zeigen sich je nach Witterung im Sommer, meist von Juli bis August. Ein ausgeprägter Duft steht nicht im Vordergrund.
Wuchs
Die Zuckerwurzel wächst aufrecht, horstig und bildet mit der Zeit kräftige Bestände. Sie erreicht in der Regel eine Höhe von etwa 80 bis 120 cm und wirkt dabei locker, elegant und leicht wildstaudenartig. Als mehrjährige Pflanze treibt sie zuverlässig aus dem Wurzelstock wieder aus.
Boden
Bevorzugt werden tiefgründige, humose und lockere Böden, in denen sich die langen Speicherwurzeln gut entwickeln können. Ideal sind gleichmässig frische bis leicht feuchte Standorte ohne ausgeprägte Staunässe. Sehr schwere oder stark verdichtete Böden sind für einen gleichmässigen Wurzelwuchs weniger geeignet.
Blatt
Das Laub ist frischgrün, gefiedert und fein gegliedert, wodurch die Pflanze einen angenehm natürlichen Eindruck vermittelt. Die Blätter erinnern in ihrer Wirkung an andere Doldenblütler und unterstreichen den klassischen Nutzpflanzencharakter. Insgesamt erscheint das Blattwerk locker und lebendig.
Wasser
Die Zuckerwurzel bevorzugt eine gleichmässige Bodenfeuchtigkeit, besonders während der Hauptwachstumszeit. Längere Trockenphasen sollten vermieden werden, da die Wurzeln sonst faseriger werden können. Giessen Sie bei anhaltender Wärme oder auf leichten Böden regelmässig, jedoch ohne Vernässung.
Frucht
Nach der Blüte bildet die Pflanze kleine, unscheinbare Samenfrüchte aus, wie sie für Doldenblütler typisch sind. Der Zierwert der Frucht ist gering, die Samen können jedoch für die Vermehrung genutzt werden.
Info
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Historisches Wurzelgemüse mit süsslichem Geschmack
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Mehrjährig und winterhart
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Dekorative, weisse Doldenblüte
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Geeignet für Natur-, Nutz- und Bauerngärten
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Ernte der Wurzeln bevorzugt in der Ruhezeit von Herbst bis Frühjahr
Standort
Ideal ist ein sonniger bis leicht halbschattiger Platz in geschützter Lage. An einem offenen, ausreichend frischen Standort entwickelt sich die Pflanze kräftig und bringt gut ausgebildete, zarte Wurzeln hervor. In naturnahen Gemüsebeeten oder gemischten Staudenpflanzungen wirkt sie besonders stimmig.
Küche
Verwendet werden vor allem die süsslichen, weissen Wurzeln, die geschmacklich an eine feine Mischung aus Karotte und Pastinake erinnern. Sie eignen sich gekocht, gedünstet, gebraten oder geröstet und passen hervorragend zu herzhaften Gemüsegerichten, Suppen und traditionellen Wurzelgemüse-Kompositionen. Frisch geerntet entfalten sie ihr bestes Aroma.


