Beschreibung
Spanisches Süssholz, botanisch Glycyrrhiza glabra, ist eine traditionsreiche Arznei- und Nutzpflanze mit mediterranem Charakter und bemerkenswerter Ausstrahlung. Die mehrjährige Staude überzeugt mit aufrechtem Wuchs, elegant gefiedertem Laub und einem kräftigen, weitreichenden Wurzelsystem, aus dem das bekannte Süssholz gewonnen wird. In naturnahen Beeten, Kräutergärten oder geschützten Nutzgärten wirkt sie zugleich zierend und kulturhistorisch interessant. Besonders geschätzt wird die Art wegen ihrer aromatischen Wurzeln, ihrer robusten Erscheinung und ihrer vielseitigen Verwendung. Als wärmeliebende Pflanze entfaltet sie sich bei guter Etablierung zu einem charaktervollen Blickfang mit besonderem Nutzen.
Blüte
Die Blüten erscheinen in zarten Blauviolett- bis Violetttönen, teils auch blasser, und sitzen in lockeren, aufrechten Trauben in den Blattachseln. Ihre Form ist typisch schmetterlingsblütig und wirkt fein, aber dekorativ. Die Blütezeit liegt meist im Sommer bis Spätsommer.
Wuchs
Spanisches Süssholz wächst aufrecht, buschig und horstbildend mit kräftiger, ausdauernder Grundstruktur. Je nach Standort erreicht die Pflanze in der Regel etwa 1 bis 1,5 Meter Höhe. Ihr Charakter ist zugleich wildstaudenhaft, nützlich und ausgesprochen markant.
Boden
Bevorzugt wird ein tiefgründiger, lockerer, gut durchlässiger und humoser Boden. Ideal sind eher nährstoffreiche, kalkhaltige Substrate, in denen sich die langen Wurzeln ungehindert entwickeln können. Staunässe sollte konsequent vermieden werden.
Blatt
Das Laub ist unpaarig gefiedert und setzt sich aus mehreren ovalen bis lanzettlichen Fiederblättchen zusammen. Die Blätter zeigen ein frisches bis mittelgrünes Erscheinungsbild und können leicht klebrig wirken. Dadurch erhält die Pflanze eine eigenständige, leicht exotische Blattwirkung.
Wasser
Der Wasserbedarf ist mässig, besonders während der Anwachsphase und in längeren Trockenperioden sollte regelmässig gegossen werden. Etablierte Pflanzen kommen mit zeitweiser Trockenheit besser zurecht, danken jedoch gleichmässige Bodenfeuchte mit vitalem Wachstum. Nasse, verdichtete Böden sind ungünstig.
Frucht
Nach der Blüte können sich kleine, hülsenartige Früchte bilden. Diese sind gärtnerisch meist von untergeordneter Bedeutung, da vor allem die Wurzel genutzt wird.
Info
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mehrjährige Arznei- und Gewürzpflanze
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begehrte Wurzel für Süssholzgewinnung
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wärmeliebend und in geschützten Lagen besonders dankbar
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interessant für Kräuter-, Apotheker- und Nutzgärten
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im Winter in rauen Lagen mit Schutz empfehlenswert
Standort
Ideal ist ein vollsonniger, warmer und geschützter Standort. In begünstigten Lagen mit durchlässigem, tiefem Boden entwickelt sich die Pflanze besonders kräftig und ausdauernd. Für kühle Regionen sind geschützte Plätze vor Hauswänden oder in Weinbauklimata vorteilhaft.
Heilwirkung
Die Wurzel wird traditionell vor allem bei Reizungen der Schleimhäute, Husten sowie zur Beruhigung des Hals- und Rachenraums verwendet. Ebenso ist Süssholz aus der traditionellen Pflanzenheilkunde für den Magen-Darm-Bereich und als mild entzündungshemmend bekannt. Die Nutzung als Heilpflanze erfolgt klassisch über getrocknete Wurzelstücke oder daraus hergestellte Zubereitungen.
Teeverwendung
Für Tee wird vor allem die getrocknete, zerkleinerte Wurzel verwendet. Sie wird typischerweise mit heissem Wasser aufgegossen und einige Minuten ziehen gelassen, oft auch in Kräutermischungen für Hals, Bronchien oder den Magen. Der Geschmack ist angenehm süsslich, weich und charakteristisch würzig.


