Beschreibung
Peruanischer Sauerklee Rot, botanisch als Oxalis tuberosum bekannt, ist eine traditionsreiche Knollenpflanze aus den Anden, die mit ihrem eigenständigen Charakter und ihrem vielseitigen Nutzen begeistert. Die Art bildet dekoratives, frisches Laub und entwickelt im Verlauf der Saison schmackhafte, unterirdische Knollen, die in der Küche sehr geschätzt werden. Mit ihrem locker-ausgebreiteten Wuchs wirkt sie zugleich nützlich und ansprechend und bereichert Gemüsebeete ebenso wie vielfältige Mischkulturen. Besonders interessant ist ihr langer Kulturverlauf, der in den Herbst hineinreicht und der Pflanze einen besonderen Platz im Nutzgarten gibt. Für Liebhaber seltener Kulturpflanzen ist sie eine attraktive und geschmackvolle Bereicherung.
Blüte
Die Blüten erscheinen zart und schalen- bis trichterförmig, meist in gelber Farbe. Ihr Duft ist unauffällig bis kaum wahrnehmbar. Die Blütezeit liegt in der Regel im Sommer bis Frühherbst.
Wuchs
Die Pflanze wächst krautig, locker und leicht ausladend mit zunächst aufrechten, später teils niederliegenden Trieben. Sie erreicht meist etwa 30 bis 50 cm Höhe und bildet einen breitbuschigen Horst. Ihr Erscheinungsbild wirkt lebendig, weich und typisch für eine knollenbildende Nutzpflanze mit Zierwert.
Boden
Bevorzugt werden lockere, humose und gut durchlässige Böden. Ein mässig nährstoffreicher, gleichmässig frischer Untergrund fördert eine gute Knollenentwicklung. Staunässe sollte konsequent vermieden werden.
Blatt
Die Blätter sind typisch kleeartig aufgebaut und in drei Teilblättchen gegliedert. Sie zeigen ein rotes bis purpures Erscheinungsbild und verleihen der Pflanze eine leichte, feine Struktur. Das Laub ist dekorativ und unterstreicht den besonderen Charakter dieser Andenknolle.
Wasser
Der Wasserbedarf ist mittel. Während der Wachstumszeit sollte der Boden möglichst gleichmässig leicht feucht gehalten werden, ohne zu vernässen. In längeren Trockenphasen sind regelmässige Wassergaben sinnvoll.
Frucht
Keine auffällige Fruchtbildung.
Info
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traditionsreiche Knollenpflanze aus den Anden
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essbare, aromatische Knollen
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auch für den Anbau im Hausgarten interessant
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frostempfindlich
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Knollenbildung bei kürzer werdenden Tagen
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dekoratives Laub mit Nutzwert
Standort
Ideal ist ein sonniger bis halbschattiger, geschützter Standort mit Wärme und ausreichend langer Vegetationszeit. Da die Pflanze frostempfindlich ist und ihre Knollen spät ansetzt, eignet sich ein möglichst mildes Gartenklima besonders gut. In raueren Lagen ist ein geschütztes Beet oder der Anbau in grossen Kübeln vorteilhaft.
Küche
Die Knollen werden gekocht, gebraten oder geröstet verwendet und eignen sich für Gemüsegerichte, Ofengerichte und kreative Beilagen. Ihr Geschmack ist angenehm säuerlich bis mild und gewinnt durch Lagerung oder Sonneneinwirkung oft an Süsse. Auch junge Blätter und zarte Triebe können in kleinen Mengen verwendet werden.


