Beschreibung
Gundermann, auch als Gundelrebe bekannt, ist eine charmante, ausdauernde Wildstaude mit teppichbildendem Charakter und hohem Zier- wie Nutzwert. Mit ihren rundlichen, aromatisch duftenden Blättern und den zart violettblauen Blüten bringt sie schon früh im Jahr lebendige Akzente in naturnahe Pflanzungen, Gehölzränder und halbschattige Gartenbereiche. Die robuste Art breitet sich über kriechende Triebe aus und eignet sich hervorragend als bodendeckende Begrünung für lockere, natürliche Gartenbilder. Dank ihres würzigen Aromas und ihrer langen Tradition als Heil- und Würzpflanze ist sie weit mehr als nur ein hübscher Bodendecker. Besonders in ökologisch gestalteten Gärten überzeugt Gundermann durch seine Natürlichkeit, Anpassungsfähigkeit und seinen wertvollen Beitrag für Insekten.
Blüte
Die Blüten erscheinen in zartem Blauviolett bis Violett und sitzen in kleinen Büscheln in den Blattachseln. Ihre typische Lippenblütenform wirkt fein und natürlich, begleitet von einem dezent aromatischen Duft. Die Blütezeit liegt in der Regel zwischen März und Mai.
Wuchs
Gundermann wächst niedrig, kriechend und mattenbildend, wobei sich die Triebe an den Knoten leicht bewurzeln. Die blühenden Sprosse richten sich etwas auf und erreichen meist etwa 10 bis 20 cm Höhe. Insgesamt wirkt die Pflanze vital, flächig und angenehm naturnah.
Boden
Bevorzugt werden frische bis mässig feuchte, humose und nährstoffreiche Böden. Am schönsten entwickelt sich die Pflanze in lockerer, gut durchlässiger Erde mit gleichmässiger Feuchtigkeit. Auch anpassungsfähige Gartenböden werden in der Regel gut vertragen.
Blatt
Die Blätter sind rundlich bis nierenförmig, weich behaart bis nahezu kahl und besitzen einen gekerbten Rand. Ihre mittelgrüne Farbe und das würzig-aromatische Laub verleihen der Pflanze eine frische, natürliche Ausstrahlung. Durch das oft wintergrüne Erscheinungsbild bleibt Gundermann auch ausserhalb der Blütezeit attraktiv.
Wasser
Der Wasserbedarf ist mässig bis etwas erhöht, besonders bei sonnigerem Stand und in durchlässigen Böden. Der Boden sollte möglichst nicht vollständig austrocknen, dauerhaft nasse Staunässe ist jedoch zu vermeiden. In eingewachsenen Beständen zeigt sich die Pflanze erfreulich unkompliziert.
Frucht
Nach der Blüte bildet Gundermann kleine, unscheinbare Klausenfrüchte aus. Diese stehen jedoch optisch deutlich hinter Laub und Blüte zurück.
Info
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ausdauernde, wintergrüne bis überwinternd grüne Staude
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wertvolle Bienen- und Insektenpflanze
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aromatische Heil- und Würzpflanze mit langer Tradition
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gut als bodendeckende Begrünung für naturnahe Flächen geeignet
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winterhart und robust
Standort
Ideal ist ein halbschattiger bis schattiger Standort, etwa am Gehölzrand, unter Sträuchern oder in naturnahen Staudenpflanzungen. In ausreichend frischem Boden gedeiht Gundermann auch in sonnigeren Lagen. Besonders harmonisch wirkt er dort, wo er sich flächig und locker ausbreiten darf.
Heilwirkung
Gundermann wird traditionell als vielseitige Heilpflanze geschätzt und fand vor allem bei Beschwerden der Atemwege, des Verdauungssystems sowie äusserlich in der Volksheilkunde Verwendung. Diese Anwendungen beruhen auf überlieferten Erfahrungen und traditioneller Nutzung.
Küche
Die jungen Blätter können sparsam als würzige Beigabe in Salaten, Kräutermischungen, Suppen oder Frühlingsgerichten verwendet werden. Ihr charakteristisches, leicht herbes Aroma passt besonders gut zu Wildkräuterküche und herzhaften Speisen.
Teeverwendung
Für Tee werden vor allem die oberirdischen, jungen Pflanzenteile verwendet. Diese werden frisch oder getrocknet mit heissem Wasser aufgegossen und traditionell als Kräutertee genutzt.


