Beschreibung
Cedronella canariensis, der Balsamstrauch, ist eine aparte Duft- und Strukturpflanze mit mediterranem bis inselhaftem Charakter. Die aus dem makaronesischen Raum stammende Art begeistert mit aromatischem Laub, lockerem Aufbau und einer langen dekorativen Wirkung im Kräuter- und Ziergarten. Besonders reizvoll ist ihr würziger, leicht balsamischer bis zitronig-frischer Duft, der schon bei leichter Berührung wahrnehmbar wird. Mit ihren rosafarbenen Lippenblüten setzt sie im Sommer und Spätsommer feine, natürliche Akzente und zieht zudem zahlreiche Insekten an. In geschützten Lagen entwickelt sich der Balsamstrauch zu einer ausgesprochen charmanten, seltenen Liebhaberpflanze für sonnige Gartenbereiche und Kübelkultur.
Blüte
Die Blüten erscheinen in zartem Rosa bis Rosaviolett und stehen in endständigen, dichten Ähren oder kurzen Blütenständen. Typisch für die Lippenblütler sind die röhrigen, zweilippigen Einzelblüten, die einen feinen, angenehm aromatischen Eindruck vermitteln. Die Blütezeit liegt vorwiegend im Sommer bis Spätsommer.
Wuchs
Der Balsamstrauch wächst aufrecht, locker buschig und bildet einen aromatischen, halbstrauchartigen bis staudigen Aufbau. Je nach Standort erreicht er meist etwa 100 bis 150 cm Höhe und wirkt dabei luftig, aber präsent. Sein Charakter ist natürlich, leicht wildromantisch und ideal für informelle Pflanzungen.
Boden
Bevorzugt wird ein durchlässiger, eher leichter bis humoser Boden ohne Staunässe. Ein mässig nährstoffreicher, gut drainierter Untergrund unterstützt einen gesunden, standfesten Wuchs besonders gut.
Blatt
Das Laub ist frischgrün, deutlich aromatisch und für die Gattung auffallend charakteristisch dreiteilig bis dreilappig. Die Blätter sind oval bis lanzettlich geformt, am Rand gezähnt und verströmen beim Zerreiben einen balsamisch-würzigen Duft mit frischer Note. Gerade das markante Blattwerk macht die Pflanze auch ausserhalb der Blüte sehr attraktiv.
Wasser
Der Wasserbedarf ist mässig. Während der Wachstumszeit sollte regelmässig, aber mit Augenmass gegossen werden; kurzzeitige Trockenheit wird in gut eingewurzeltem Zustand besser vertragen als anhaltende Nässe.
Frucht
Nach der Blüte können sich unauffällige Samenstände bilden, die jedoch keinen nennenswerten Zierwert besitzen. Die Fruchtbildung steht bei dieser Pflanze klar hinter Duftlaub und Blüte zurück.
Info
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aromatische Liebhaber- und Duftpflanze
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wertvoll für Bienen und andere Insekten
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gut geeignet für geschützte Kräuter- und Duftgärten
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auch für Kübelkultur attraktiv
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in rauen Lagen frostempfindlich
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wintermild oder mit Schutz kultivieren
Standort
Ideal ist ein sonniger, warmer und geschützter Standort, gerne vor einer Hauswand oder in einem geschützten Innenhof. In klimatisch kühleren Regionen empfiehlt sich die Kultur im Kübel oder mit gutem Winterschutz an einem sehr geschützten Platz.
Heilwirkung
Traditionell wird Cedronella canariensis auf den Kanaren für aromatische Aufgüsse und Anwendungen bei Erkältungsbeschwerden sowie zur wohltuenden Unterstützung der Atemwege genutzt. Diese volksheilkundliche Verwendung beruht vor allem auf dem stark duftenden Laub und seiner ätherischen Wirkung.
Teeverwendung
Für Tee werden vor allem die aromatischen Blätter verwendet. Sie können frisch oder getrocknet mit heissem Wasser aufgegossen werden und ergeben einen würzig-duftenden Kräutertee mit balsamisch-frischer Note.


